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Beitrag  Gast am Do Jan 28, 2010 1:49 am

Ungeachtet der individuellen Vorlieben tendieren Quarter Horsemen weltweit zu einer Tatsache, nämlich dass Three Bars (TB) den positivsten Einfluss überhaupt auf die Industrie hatte. Eine statistische Analyse der Zucht unterstreicht überwältigend die Tatsache, dass keine andere Blutlinie (Zuchtlinie) mehr die Erfolgschance eines Züchters und den Profit erhöhen kann als Three Bars.

Es ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Three Bars die am meisten gewinnbringende Blutlinie für 40 der 50 bisherigen Zuchtjahre war. Es wird vermutet, dass die Stärke und Dominanz von Three Bars durch seine Inzucht mit dem großartigen Thoroughbred Sprinter Domino begründet ist.

Three Bars war der Stammvater von 14 Renn-Champions. Dieser Rekord besteht immer noch (und dies 20 Jahre nach seinem Tod) und wird nun von seinem Enkel Easy Jet herausgefordert, der bereits neun Champions hervorgebracht hat. Dennoch sollte man bedenken, dass die 14 erfolgreichen Nachkommen von Three Bars von 436 Rennpferden stammen. Im Vergleich dazu haben die Easy Jet(s), die Dash for Cash(s) etc. ihre Handvoll Champions aus einer Ausbeute von mehreren hundert Fohlen pro Jahr hervorgebracht. Betrachtet man die Liste jener Champions, die von Three Bars, seinen Söhnen, Töchtern und Enkeln hervorgebracht wurden, liest sich diese wie das „Who is Who“ der Quarter Horse-Welt.

Dieses Jahr erhielt Three Bars seinen rechtmäßigen Platz als der erste von vier Hengsten, die in die Quarter Horse Hall of Fame eingeführt wurden – und dies als erster Thoroughbred überhaupt. Von jedem wird seine Größe anerkannt, denn man muss erkennen, dass ohne seinen beträchtlichen Zuchteinsatz das Zuchtprogramm einen schweren Nachteil gehabt hätte.

Wenn sich ein Züchter für Three Bars interessiert, sollte er sich zwei Fragen stellen: 1. Wie kann ich das Ausmaß von Three Bars Genen in meinen Tieren abschätzen? 2. Wie viel Anteil von Three Bars ist nötig, um in der Zucht erfolgreich zu sein.

Wie man den Anteil an Three Bars in seinen Tieren einschätzen kann, ist durch eine Kalkulation der Gene mit dem Namen „Prozentanteil des Blutes“ möglich. Der Prozentanteil des Blutes basiert auf der Tatsache, dass jedem Lebewesen innerhalb einer Generation zum Pedigree ein gleicher Anteil an Genen des ursprünglichen Vaters beifügt wurde (siehe Tabelle). Das Pferd ist 100% der Gene seiner Vorfahren. Man muss einfach die 100% durch die Anzahl der Vorfahren innerhalb der in Betracht gezogenen Generation dividieren. Genetisch tragen beide Elternteile, Hengst und Stute, je 50% bei. Die vier Großeltern bringen jeweils ein Viertel der Gene mit – also je 25%. Die acht Urgroßeltern prägen genetisch dann zu gleichen Teilen jeweils ein Achtel des Pferdes. Und in der nächsten Generation sind es dann jeweils 6,26% bei sechzehn Urahnen.

Ungeachtet einiger Märchen, ist es wichtig festzustellen, dass keiner der Vorfahren einen größeren genetischen Anteil als die anderen innerhalb einer Generation eingebracht haben. Demnach hat man, wenn man einen Enkel von Three Bars hat, in dieser Generation 25% Three Bars-Gene und 75% andere Gene. Wenn Three Bars in der 5. Generation vorkommt (also der Ur-Ur-Ur-Großvater ist), dann hat das Pferd nur noch ca. 3% Blutanteil dieses Vererbers und 97% von anderen. Wenn Inzucht angewendet wurde und Three Bars mehr als einmal im Stammbaum des Pferdes vorkommt, dann muss man die jeweiligen Prozentsätze nur addieren, die auf die Linie von Three Bars zurückführen. So ergibt sich laut Pedigree bei Easy Jet 31% - durch die 6,25% seines Vaters Jet Deck und 25% seiner Mutter Lena’s Bar.

Wie viel Blutanteil von Three Bars soll ein Rennpferd haben? Es gibt hierfür keinen genauen Prozentsatz, aber es gibt genetische Faustregeln für die Zuchtentscheidungen. Erstens haben Prozentanteile von weniger als 10% keinen bedeutenden Einfluss. Demnach sollte ein Pferd mindestens 10% Anteil haben, um eine positive Wirkung von Three Bars-Genen zu haben. Das heißt, er müsste mindestens in der dritten Generation des Pedigrees aufscheinen oder mehrmals im Stammbaum vorkommen, um mindestens 10% Einfluss zu haben.

Es ist auch hervorzuheben, dass es viele, sehr gute Rennpferde gibt, die nur 6% oder weniger Three Bars-Blutanteil haben. Man muss erkennen, dass diese guten Leistungen aufgrund von Genen von anderen Vererbern, die im Pedigree aufscheinen, möglich sind und nicht nur durch den positiven Einfluss der Three Bars-Gene.

Realistisch gesehen ist es dumm zu denken, dass – wenn Three Bars oder ein anderer Top-Vererber in der vierten oder fünften Generation vorkommt – dies einen großen Einfluss auf die Leistungen eines Pferdes haben kann. Wie schon erwähnt, sind 10% ein Minimum, um einen bedeutenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit erzielen zu können. Bei Pferden, die 20%, 30% oder mehr Gene von Three Bars haben, kann man schon eher von einem genetischen Einfluss sprechen.

Statistisch gesehen, haben Pferde mit viel genetischem Anteil dieses Hengstes eine größere Chance erfolgreich zu sein. (Z.B. hatten 14 Rennsieger 50% Three Bars Gen-Anteil.)

Zuchttiere benötigen auf jeden Fall einen höheren „Minimal-Anteil“ (20%) als Rennpferde, da ein Hengst nur 50 % seiner Gene an seine direkten Nachkommen weitervererben kann. Zuchtpferde, die einen höheren Anteil vorweisen können, haben natürlich eine größere Chance, bessere Vererber zu sein. Daher betreibt man die Inzucht, um den Prozentsatz an Genen hoch zu halten.

Bereits in der Vergangenheit haben führende Züchter wie Guy Ray Rutland, die King Ranch, Hank Wiescamp usw. die Inzucht bei Three Bars-Nachkommen betrieben. Lange Zeit wurde die Branche vom Züchter Walter Merrick dominiert. Viele Champions und Superstars wurden durch das Einzüchten von hoch im Three Bars-Blut stehenden Eltern gezeugt. Ein gutes Beispiel ist der Champion Town Policy. Sein Vater war Reb’s Policy (TB) und seine Mutter Camptown Girl. Camptown Girl hatte eine 2x3 Inzucht von Three Bars-Genen (=38%). Daher erlangte Town Policy einen Anteil von 19%.

Leider haben eine Menge von Züchtern einen Mangel an genetischem Wissen. Um es genau zu sagen, sie betreiben die Inzucht widersprüchlich. Trotz dieses Mangels ist durch den anderen Teil der Züchter gewährleistet, dass die Praxis der Inzucht ein leistungsfähiges Instrument für die Zuchtverbesserung bleibt. Wie schon erwähnt, war Three Bars selbst ein Produkt von Inzucht.

Obwohl es noch andere Vorteile durch Inzucht gibt, wird es hauptsächlich erfolgreich dafür genutzt, um den Prozentsatz an Three Bars-Blut innerhalb einer Herde oder bei einem einzelnen Pferd zu erhalten oder zu erhöhen. Dieses Phänomen ist am Besten an den Zuchterfolgen von Ed Heimann aus Fulton/Missouri zu sehen. Heimann nützte seine 9-jährige Ausbildung in Zucht und Genforschung, um das intensivste Inzuchtprogramm des Landes zu entwickeln. Das beeindruckendste Produkt aus diesem Programm ist der vierjährige Hengst Town Honor. Er wird als das Pferd beworben, das den höchsten Three Bars-Anteil der Welt hat. Sein Pedigree ist so, dass es einen Gen-Anteil von 54% enthält. Das sind 4% mehr als die direkten Söhne von Three Bars hatten. Das Wichtigste an solch einem Hengst wie Town Honor ist, dass er an seine direkten Nachkommen mindestens 27% Three Bars-Gene weitergeben kann. Dies ist mehr als das benötigte Minimum, um positive Chancen für eine Rennkarriere und für die Weiterzucht erzielen zu können. Der Prozentsatz an Three Bars-Genen in Heimanns Fohlenherde von 1989 lag zwischen 27 und 50%. Daher haben diese Nachkommen genug Potenzial, um die Gene als Zuchttiere in zwei oder drei folgenden Generationen weitergeben zu können.

Ein Züchter muss einen Plan entwickeln. Der Erfolg seines Plans ist auf viele Variable – wie die verwendeten Blutlinien und das entsprechende Know-How, diese richtig zu nützen – angewiesen. Aber die Vergangenheit zeigt, „die Kraft“ ist auf der Seite der Züchter, die die Gene von Three Bars in ihrer Zucht weitervererben.

Viele Züchter verwenden die Inzucht, um den Genanteil von Three Bars in ihren Herden aufrecht zu erhalten. Ed Heimann aus Fulton/Missouri hatte exzellenten Erfolg. Sein Hengst Town Honor trägt die meisten Gene von Three Bars in sich.


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RE

Beitrag  Gast am Do Jan 28, 2010 1:50 am

Von dem stammt mein kleiner Flame ab...

er hat ca 16% blutanteil von three Bars ^^
das erklärt warum er so schnell ist xD




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