Diese Hufschlagfiguren gibt es

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Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 3:37 pm

Hier eine kurze Aufstellung von den einzelnen Hufschlagfiguren. Smile

Ganze Bahn reiten

Die ganze Bahn ist die Basis aller Hufschlagfiguren. Grob gesagt nennt man es "ganze Bahn", wenn man einfach außen herum reitet. Ganz so einfach ist das beim Dressurreiten allerdings nicht.

In der Dressur kommt es darauf an, dass das Pferd an den langen und kurzen Seiten jeweils gerade aus läuft. Im Schritt und Trab ist es dabei weder gestellt noch gebogen. Im Galopp ist das Pferd jeweils in die Richtung gestellt, auf der Hand es galoppiert.



Die Ecken werden jeweils wie eine viertel Volte geritten. Das Pferd wird dabei gestellt und um den inneren Schenkel gebogen. Wie tief die Ecken ausgeritten werden, hängt von der Klasse ab. Dabei gilt: Je höher die Klasse, desto weiter werden die Ecken ausgeritten. Als Orientierung dient dabei der Radius der Volten. Das heißt bei E und A 10 Meter, bei L und M 8 Meter und bei S 6 Meter.

Für Turnierreiter wichtig: Üben Sie auch zu Hause hin und wieder auf dem zweiten Hufschlag reiten. Dann ist es für das Pferd nicht so ungewohnt, wenn die äußere Begrenzung durch die Bande fehlt. So überprüfen Sie auch gleich, ob das Pferd an den äußeren Hilfen steht.


Halbe Bahn

Halbe Bahn ist eine selten gerittene Hufschlagfigur. Sie ist der kleine Bruder der ganzen Bahn. Um halbe Bahn zu reiten, folgen Sie der Bande, biegen aber Mitte der langen Seite ab und reiten gerade auf die andere Seite der Bahn und biegen dort wieder auf den Hufschlag ab.



Bei der Halben Bahn sind die selben Punkte wichtig, wie beim ganze Bahn reiten.

Besonders wichtig ist, die Ecken deutlich auszureiten, damit keine Verwechslungsgefahr mit dem Zirkel besteht.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 3:41 pm

Durch die ganze Bahn wechseln

Durch die ganze Bahn wechseln ist die einfachste Möglichkeit, die Hand zu wechseln. Dabei schwenken Sie nach der kurzen Seite auf die Diagonale ein.

Kommen Sie von der linken Hand, reiten Sie von F über X nach H oder von H über X nach F.

Von der rechteten Hand reiten Sie von K über X nach M oder von M über X nach K.



Beim Wechseln durch die ganze Bahn ist es wichtig, die Ecken davor und danach gut auszureiten. Nach der Ecke reiten Sie dann noch bis zum Punkt geradeaus, bevor Sie abwenden. Auf der Diagonalen selbst, sollte das Pferd in sich gerade und weder gestellt noch gebogen sein. Der Galopp bildet da wieder die Ausnahme, da das Pferd in dieser Gangart immer gestellt ist. Die Linie selbst sollte möglichst gerade sein.

Der Wechselpunkt liegt eine Pferdelänge vor erreichen des Hufschlags. An diesem Punkt wird das Pferd auf die neue Hand eingestellt. Beim Leichttraben wird hier umgesessen.

In vielen Dressur-Aufgaben werden auf der Diagonalen Verstärkungen gefordert. Da das aber nicht immer der Fall ist, sollten Sie zu Hause auch hin und wieder üben, die Diagonale in einem ruhigen Tempo zu reiten. Andernfalls gewöhnen sich die Pferde schnell an das zulegen und ziehen von alleine an, sobald Sie auf die Diagonale abwenden.


Durch die halbe Bahn wechseln

Durch die halbe Bahn wechseln funktioniert ähnlich wie durch die ganze Bahn wechseln. Die Diagonale ist aber kürzer und die Wendung schärfer. Das macht die Hufschlagfigur etwas anspruchsvoller. Außerdem muss der Reiter besser auf den Punkt an der gegenüberliegenden Seite zielen, da Ungenauigkeiten schnell auffallen.

Geritten wird diese Hufschlagfigur so: Nach der kurzen Seite abwenden und auf E oder B zuhalten. Der Wechselpunkt liegt eine Pferdelänge vor erreichen des Hufschlags.



Durch die halbe Bahn wechseln kommt in vielen L-Aufgaben vor, um vom Handgalopp in den Aussengalopp zu wechseln. Dabei sollten Sie darauf achten, die Wendung zwischen Diagonale und Hufschlag nicht zu steil zu reiten. Runden Sie die Wendung lieber etwas ab, bevor das Pferd umspringt.

Wichtig ist, dass die Diagonale wirklich gerade geritten wird und nicht zur Schlangenlinie gerät. Falls sich das Pferd schwer tut, gerade aus zu laufen, hilft es oft, leicht zuzulegen. Das zieht das Pferd gerade.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 3:53 pm

Zirkel

Der Zirkel ist eine der ersten Hufschlagfiguren, die jeder Reitschüler lernt, da das Pferd schon beim Longieren auf dem Zirkel läuft. Der Zirkel ist ein Kreis mit 20 m Durchmesser und nimmt die ganze Breite des Dressurvierecks ein.

Beim Reiten auf dem Zirkel ist es wichtig, dass das Pferd wirklich einen Kreis geht. Das heißt die offene Seite darf nicht abflachen und an der geschlossenen Seite dürfen die Ecken nicht ausgeritten werden.



In Dressuraufgaben dient der Zirkel auch dazu, Stellung und Biegung des Pferdes zu überprüfen. Das Pferd muss nach innen gestellt und gebogen werden und mit Vorder- und Hinterbeinen jeweils in dieselbe Spur treten. Die Hinterhand darf also nicht weiter innen oder außen laufen als die Vorhand.

Dazu muss das Reitergewicht innen sein, der innere Schenkel vorwärts treiben und der äußere verwahrende Schenkel die Biegung erhalten. Der innere Zügel holt immer wieder die Stellung, während der Äußere Zügel etwas nachgibt, um dem Pferd die Stellung zu ermöglichen.

Die Zirkelpunkte bieten Hilfe dabei, den richtigen Weg zu finden. Bei einem 40 m-Viereck sind die Zirkelpunkte A beziehungsweise C, X und jeweils zwei der runden Punkte an der Bande. Die Zirkelpunkte sind jeweils 10 m von der Ecke entfernt und X ist der Mittelpunkt der Bahn.

Bei einem 60 m-Viereck werden die Zirkel etwas komplizierter, da hier nicht X der vierte Zirkelpunkt ist, sondern ein virtueller Punkt der 2 m weiter in Richtung Bahnmitte liegt als I beziehungsweise L. Für einen wirklich runden Zirkel kann man sich also nur schlecht an den Bahnpunkten orientieren.


Mittelzirkel

Der Mittelzirkel funktioniert im Prinzip genauso, wie ein normaler Zirkel, allerdings fehlt hier die Begrenzung durch die Wand.

Deshalb ist es beim Mittelzirkel besonders wichtig wirklich von Punkt zu Punkt zu Reiten, damit der Zirkel nicht zum Ei gerät. Die Bande berührt man lediglich bei E und B. Die Mittellinie wird beim 40er Viereck auf Höhe der Zirkelpunktr überquert, bei 60er Viereck je 2 m vor L und I.



Auf dem Mittelzirkel sind die äußeren verwahrenden Hilfen besonders wichtig, da die meisten Pferde dazu tendieren in Richtung Bande zu driften.

Oft wird auf dem Mittelzirkel zusätzlich Zügel aus der Hand kauen lassen gefordert. In diesem Moment Müssen Sie das Gewicht deutlich innen lassen und den äußeren Schenkel verwahrend am Pferd lassen.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 4:03 pm

Durch den Zirkel wechseln

Durch den Zirkel wechseln ist eine recht anspruchsvolle Art, die Hand zu wechseln. Im Prinzip besteht diese Hufschlagfigur aus zwei halben zehn Meter Volten.

Durch den Zirkel wechseln wird immer von der geschlossenen Zirkelseite kommend auf die offene Zirkelseite zu geritten.



Nach der ersten Halben Volte reiten Sie etwa eine Pferdelänge geradeaus. In dieser Phase stellen Sie das Pferd in die neue Bewegungsrichtung.

Die Wendungen beim durch den Zirkel wechseln sind so eng, dass Sie diese Hufschlagfigur erst in der Arbeitsphase reiten sollten, wenn das Pferd schon warm und locker ist.


Aus dem Zirkel wechseln

Aus dem Zirkel wechseln ist die einfachste Art die Hand zu wechseln, wenn man auf dem Zirkel reitet.

Im Grunde stellt man das Pferd kurz vor X grade und nach einer Pferdelänge auf die neue Zirkellinie ein.



Achten Sie darauf das Pferd nicht zu schnell von einer Hand auf die andere umzustellen, da es sonst anfängt zu schwanken. Nutzen Sie die Pferdelänge, die es geradeaus geht, um das Pferd in Ruhe auf die neue Stellung und Biegung vorzubereiten.

Sie sollten nicht zu oft direkt nacheinander aus dem Zirkel wechseln, da viele Pferde sonst sehr schnell anfangen, auf der zweiten Hälfte der offenen Zirkelseite nach außen zu driften, falls Sie doch einmal einen kompletten Zirkel reiten wollen. Sie wollen den Wechsel schon automatisch machen.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 4:07 pm

Durch die Länge der Bahn geritten

Durch die Länge der Bahn geritten ist eine der schwierigeren Hufschlagfiguren. Das liegt zum einen an den relativ engen Wendungen, die nötig sind um Mitte der kurzen Seite abzuwenden, zum anderen an der langen Gerade ohne Bande, die beim Geradeausreiten hilft.



Um „durch die Länge der Bahn geritten“ wenden Sie von der ganzen Bahn kommend Mitte der kurzen Seite, also bei A oder C, auf die Mittellinie ab. Reiten Sie gerade aus über X hinweg und auf den gegenüberliegenden Bahnpunkt zu. Dort wenden Sie dann wieder auf die Hand ab, von der Sie gekommen sind.

Zwischen Ecke und abwenden, sollten Sie ein kleines Stück geradeaus reiten. Achten Sie aber darauf, die Mittellinie genau zu treffen. Oft hilft es schon vor dem Abwenden auf den gegenüberliegenden Bahnpunkt zu schauen.

Auf der Mittellinie müssen Sie darauf achten, das Pferd sorgfältig zwischen den Hilfen einzurahmen, damit es nicht schwankt. Besonders jungen Pferden fällt es oft schwer ohne die Stütze der Bande geradeaus zu laufen. In diesem Fall hilft es meist, auf der Geraden leicht zuzulegen.

Bei Turnierpferden müssen Sie darauf achten, dass das Pferd bei X nicht ins stocken kommt. Denn nach ein paar Aufgaben wissen die meisten Pferde, dass beim Einreiten bei X gehalten wird. Daher sollten Sie im Training öfter mal über X hinweg reiten ohne zu halten.

Richter legen bei dieser Lektion wert darauf, dass die Mittellinie genau getroffen wird, das Pferd nicht herumgerissen wird und dass das Pferd nicht schwankt.


Durch die Länge der Bahn gewechselt

"Durch die Länge der Bahn gewechselt" ist eine der selteneren Hufschlagfiguren. Meist kommt sie in Verbindung mit dem Einreiten vor. In einigen Dressuraufgaben, wird das "Durch die Länge der Bahn wechseln" aber auch dazu verwendet, um zu überprüfen, ob das Pferd schon von alleine bei X anhält.



Um durch die Länge der Bahn zu wechseln wenden Sie von der ganzen Bahn kommend Mitte der kurzen Seite also bei A oder C ab und reiten in Richtung X. Von dort aus reiten Sie weiter zur gegenüberliegenden Kurzen Seite und wenden bei C oder A wieder auf die ganze Bahn ab. Dabei wenden Sie so ab, dass Sie die Hand gewechselt haben. Der Wechselpunkt liegt bei X.

Wichtig beim Wechseln durch die Länge der Bahn ist, dass Sie die Mittellinie exakt treffen. Die Wendungen sollen wie viertel Volten geritten werden und müssen gut vorbereitet sein. Das Pferd soll gestellt und gebogen durch die Wendung gehen und danach gerade auf der Mittellinie laufen. Dazu ist es nötig das Pferd sorgfältig mit den Hilfen einzurahmen. Bei Pferden, die noch nicht so gut im Gleichgewicht sind, kann es helfen auf der Geraden etwas zuzulegen. Es fällt dem Pferd dann leichter, geradeaus zu laufen.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 4:15 pm

Volte

Eine Volte ist im Prinzip ein kleiner Kreis. Je nach Schwierigkeitsgrad der Dressuraufgabe wird ein unterschiedlicher Radius gefordert. In den Klassen E und A haben Volten einen Durchmesser von 10 m, in den Klassen L und M sind es nur noch 8 m und ab Klasse S wird ein Radius von 6 m gefordert.

Volten können im Prinzip an jedem Punkt in der Bahn geritten werden. Befinden sich mehrere Reiter in der Bahn, sollte man sie aber nicht bei E und B reiten, da man sonst beide Zirkel stören würde.

Die Volte dient dazu zu überprüfen, ob das Pferd an den Hilfen steht und sich längs biegen lässt. Da der Radius der Wendung relativ eng ist, muss das Pferd mit dem inneren Hinterfuß deutlich untertreten und Gewicht aufnehmen. Wichtig ist dabei, dass Vorhand und Hinterhand in derselben Spur laufen und das Pferd nicht ausweicht.



Um eine korrekte Volte zu reiten, müssen Sie Ihr Pferd nach innen stellen und biegen. Wie stark die Biegung ausfällt, hängt vom Radius der Volte ab. Das Pferd soll dabei gut auf das innere Bein reagieren und die geforderte Biegung die komplette Volte lang unverändert beibehalten. Das innere Bein erhält dabei die Biegung. Der innere Zügel fordert die Stellung, kann aber immer wieder nachgeben. Der äußere Zügel begrenzt die Schulter und lässt die Biegung zu. Besonders wichtig ist hier auch der verwahrende äußere Schenkel, der die Hinterhand in ihrer Spur hält.

Die große Kunst bei einer Volte ist, sie wirklich rund zu reiten. Ein typischer Fehler ist, dass der Reiter zu steil vom Hufschlag abwendet und dadurch am Scheitelpunkt deutlicher wenden muss. So entstehen ovale Ostereier, bei denen sich das Pferd nicht so stark biegen muss. Vor allem in Abteilungsaufgaben und Quadrillen können solche Ostereier zu Problemen führen, da es dann zu Zusammenstößen kommt.

Häufig büffelt das Pferd in der zweiten Hälfte der Volte auch gegen den Innenschenkel und schrägt den Weg zurück zum Hufschlag ab.

Biegt sich das Pferd nicht ausreichend, geht die Hinterhand meist einen größeren Kreis als die Vorhand und der Hals kommt nach innen.

Hin und wieder werden auch nur halbe Volten gefordert, meist in Kombination mit einer halben Volte in die andere Richtung. Hierbei muss sich das Pferd schnell in die neue Richtung stellen und Biegen lassen.


Kehrtvolte

Die Kehrtvolte kann an jeder Stelle der Bahn eingesetzt werden, um die Hand zu wechseln. Sie besteht aus eine Halbenvolte und einem anschließenden geraden zurückreiten zum ursprünglichen Hufschlag. Sie funktioniert also genauso wie aus der Ecke kehrt - ist nur nicht an einen festen Ort gebunden.



Kehrtvolten lassen sich auch von gebogenen Linien wie dem Zirkel aus reiten. Wichtig ist dabei, dass das Pferd erst gebogen und dann gerade aus geritten wird. Rechtzeitig vor erreichen des alten Hufschlags muss das Pferd dann auf die neue Hand eingestellt werden.

Kehrtvolten sind auch ein beliebtes Element in Quadrillen. In Unterschiedlicher Art und Weise kombiniert ergeben Sie beliebte Formationen wie zum Beispiel das Kleeblatt
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 4:19 pm

Aus der Ecke kehrt

Aus der Ecke kehrt ist eine Möglichkeit die Hand zu wechseln. Diese Übung ist zusammen gesetzt aus einer halben Volte und einem Teil geradeaus reiten zurück zum Hufschlag. Aus der Ecke kehrt wird immer am Ende der langen Seite geritten.

Ähnlich wie bei der Volte variiert der Radius mit der Klasse zwischen 6 und 10 m. Die Hufschlagfigur beginnt am Bahnpunkt am Ende der langen Seite, also je nach Richtung und Position F, M, H oder K. Hier wird eine Halbevolte angesetzt, durch die Ecke durch und von der kurzen Seite weg. Am Ende der Halbenvolte ist das Pferd dann nicht parallel zur Mittellinie, sondern schaut auf die lange Seite zu von der es gekommen ist. Am Ende der Halbenvolte wird das Pferd dann wieder gerade gerichtet und in einer geraden Linie zurück zum Hufschlag geritten.

Wo man wieder am Hufschlag ankommt, hängt vom Radius der Volte ab. Faustregel: Doppelter Radius der Volte von der Ecke entfernt. In dem Klassen E und A kommt man also bei E oder B wieder am Hufschlag an, in den höheren Klassen etwas früher.



Wichtig bei dieser Lektion ist das Pferd erst zu biegen und zu stellen und anschließend gerade zu richten. Rechtzeitig vor erreichen des Hufschlags sollte das Pferd auf die neue Hand eingestellt werden. Beim Leichttraben sitzt man eine Pferdelänge vor Erreichen des Hufschlags um.

Häufige Fehler:

- Die Volte wird zu weit geritten. So entsteht statt der gewünschten Tropfenform eher ein S bei dem das Pferd nicht geradegerichtet wird.

- Die Lektion wird zu spät angesetzt. Dadurch kommt das Pferd oft mit einem zu großen Radius aus der Ecke und kann nicht rechtzeitig abgewendet werden, die Halbevolte wird so zu groß oder unharmonisch.

In einigen L- und M-Dressuren wird aus der Ecke kehrt im Galopp gefordert ohne Galoppwechsel, das Pferd geht anschließend also im Außengalopp. Hierbei ist es wichtig das Pferd schon in der Halbenvolte deutlich durchzustellen und zu versammeln. Den Knick zwischen geradem Teil des aus der Ecke kehrt und der langen Seite sollten Sie möglichst sanft reiten, um das Pferd nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Aus der Ecke Kehrt wird auch gerne als Einleitung für die Traversalen verwendet. Das bietet sich an, da das Pferd durch die Halbevolte schon korrekt gestellt und gebogen ist. Statt das Pferd nach der Halbenvolte gerade zu richten und zum Hufschlag zurück zu kehren wird die Biegung beibehalten und das Pferd in der Vorwärts-Seitwärts-Bwewegung der Traversale zurück zum Hufschlag geritten.


Einfache Schlangenlinie an der langen Seite

Die einfache Schlangenlinie ist nicht ganz so einfach, wie der Name der Hufschlagfigur vermuten lässt. Im Prinzip handelt es sich um einen Abschnitt eines Kreisbogens, der an Stelle der langen Seite geritten wird. Dabei muss das Pferd zweimal umgestellt werden und auf der Schlangenlinie korrekt gebogen sein.

Eine einfache Schlangenlinie reiten Sie, indem Sie nach der zweiten Ecke der kurzen Seite etwa eine Pferdelänge gerade aus reiten und das Pferd dann mit Innenstellung und nach innen gebogen vom Hufschlag abwenden.

Nach etwa einer Pferdelänge wird das Pferd umgestellt und entsprechend der neuen Linie gestellt. Reiten Sie nun eine gebogene Linie von der Bande weg, wobei der weiteste Punkt in der Mitte der Langen Seite etwa fünf Meter von der Bande entfernt sein sollte. Bei einer 60 Meter Halle ist der Mittelpunkt der Schlangenlinie bei X.



Eine Pferdelänge vor erreichen des Hufschlags wird das Pferd erneut umgestellt und wieder passend zur kommenden Wendung gebogen.

Bei der einfachen Schlangenlinie ist vor allem wichtig, dass das Pferd sanft umgestellt und gebogen wird. Das ist der Knackpunkt dieser Hufschlagfigur. Die einfache Schlangenlinie dient auch dazu Anlehnung und Geraderichtung zu überprüfen, da es hier sofort auffällt, wenn sich ein Pferd in eine Richtung schlechter Stellen und Biegen lässt.


Doppelte Schlangenlinie an der langen Seite

Die Doppelte Schlangenlinie ist die Steigerung der Einfachen Schlangenlinie. Dabei muss das Pferd innerhalb der 40 oder 60 Meter der langen Seite viermal umgestellt und gebogen werden. Das macht diese Hufschlagfigur zu einer sehr komplexen Übung. Das Pferd muss sehr schnell umgestellt und anders gebogen werde, was das Pferd schnell aus dem Gleichgewicht bringt, wenn es nicht richtig versammelt ist.

Um eine Doppele Schlangenlinie an der Langen Seite zu reiten, sollten Sie die zweite Ecke der kurzen Seite tief ausreiten. Nehmen Sie die Innenstellung und die Biegung aus der Ecke mit und wenden Sie am Bahnpunkt vom Hufschlag ab. Direkt danach wird das Pferd umgestellt und in die andere Richtung gebogen.

Der Bogen muss so angelegt sein, dass Sie Mitte der Langen Seite wieder an der Bande ankommen. In einer 40er Halle entfernen Sie sich dabei etwa 2,5m vom Hufschlag, bei einer 60er Halle etwa 5 Meter. Etwa eine Pferdelänge vor dem Hufschlag wird das Pferd wieder umgestellt und neu gebogen.

Reiten Sie einen sanften Bogen, mit dem Sie den Hufschlag Mitte der langen Seite touchieren. Direkt nach verlassen des Hufschlags steht dann wieder umstellen und Biegen an. Am Ende des zweiten Bogens, wird das Pferd noch einmal umgestellt und gebogen. Sie sollten den Hufschlag am zweiten Bahnpunkt der langen Seite erreichen und die nachfolgende Ecke wiederum gut ausreiten.

Die doppelte Schlangenlinie ist eine sehr komplexe Übung, die vor allem die Graderichtung und die Balance des Pferdes überprüft. Entscheidend für ein gutes Gelingen ist das Umstellen und neu biegen des Pferdes. Hier dürfen Sie das Pferd auf keinen Fall schnell herumwerfen, da es sonst aus dem Gleichgewicht gerät und die Anlehnung verliert. Wichtig ist auch, das Pferd korrekt zu biegen und mit den Hilfen einzurahmen. Die Hinterhand sollte unbedingt exakt der Spur der Vorhand folgen und nicht schleudern.
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Re: Diese Hufschlagfiguren gibt es

Beitrag  Atreyu_x3 am Di Feb 16, 2010 4:24 pm

Schlangenlinien durch die Bahn

Die Schlangenlinie fragt Rittigkeit und Geraderichtung ihres Pferdes ab. Die Übung wirkt einfach, hat es aber in sich. Das Pferd muss nach einer engen Wendung wieder geradeaus gehen und sich dann in die andere Richtung biegen und stellen lassen. Die Schlangenlinien durch die Bahn gibt es mit drei und vier Bögen auf dem 60er Viereck gibt es sie auch mit sechs Bögen.

Reiten Sie eine gerade Anzahl von Bögen wechseln Sie damit automatisch die Hand, bei einer ungeraden Anzahl landen Sie wieder auf der Hand auf der Sie gestartet sind.

Bei der Schlangenlinie durch die Bahn ist es wichtig, dass Sie sich die Halle richtig aufteilen und alle Bögen gleich groß reiten. Dabei können Ihnen die Bahnpunkte als Orientierung dienen. Hier ein paar Tipps zur richtigen Einteilung immer bei C beginnend. Man kann natürlich auch bei A beginnen:



Neben der guten Aufteilung ist es wichtig, das Pferd zwischen den einzelnen Bögen jeweils ein bis zwei Pferdelängen gerade zu stellen und dann erst mit der neuen Wendung anzufangen, da sonst schnell Zwiebeln entstehen, wie sie früher verlangt waren.

Reiten Sie also geradeaus, eine halbe Volte mit dem entsprechenden Durchmesser und erst wieder geradeaus, bevor Sie die nächste Halbe Volte ansetzen. Für das Pferd entsteht also bei jedem Überqueren der Mittellinie ein Handwechsel.
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