Fohlenlähme

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Fohlenlähme

Beitrag  America008 am Fr Jan 08, 2010 8:28 pm

Zur Fohlenlähme kommt es in den ersten Lebenstagen eines Fohlens, wenn dieses kein Kolostrum aufnimmt, in dem mütterliche Antikörper enthalten sind. Durch diesen Mangel ist das Fohlen besonders anfällig, so dass auch Krankheiten, die für gesunde Pferde harmlos sind, sehr schnell zum Tod führen können.

Der häufigste Erreger der Fohlenlähme ist das grampositive Bakterium Streptococcus equi spp. zooepidemicus.

Fohlen erkranken in den ersten Stunden oder Tagen nach der Geburt und zeigen Fieber, Saugunlust und schmerzhafte Gelenke.

Maßnahmen, die man gegen die Fohlenlähme ergreifen kann, sind, dass man Fohlen und Muttertier von anderen Pferden isoliert in einer Box mit ausreichend weicher, sauberer und trockener Einstreu unterbringt. Nach der Geburt muss darauf geachtet werden, dass das Fohlen möglichst innerhalb der ersten zwei Stunden mit der Milchaufnahme beginnt und in den nächsten zwölf Stunden mindestens anderthalb Liter Kolostrum (Erstmilch) trinkt.
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Re: Fohlenlähme

Beitrag  mini-mary am Mi Jul 07, 2010 5:41 pm

America008 schrieb:

Maßnahmen, die man gegen die Fohlenlähme ergreifen kann, sind, dass man Fohlen und Muttertier von anderen Pferden isoliert in einer Box mit ausreichend weicher, sauberer und trockener Einstreu unterbringt. Nach der Geburt muss darauf geachtet werden, dass das Fohlen möglichst innerhalb der ersten zwei Stunden mit der Milchaufnahme beginnt und in den nächsten zwölf Stunden mindestens anderthalb Liter Kolostrum (Erstmilch) trinkt.

Ist so nicht ganz richtig!!

Die Fohlenlähme tritt am Häufigsten durch mangelnde Hygiene auf, weil die Pferde zum Abfohlen im Stall bleiben, dort nicht selten die richtige Hygiene fehlt (eine Abfohlbox sollte täglich komplett gemistet werden), und es versäumt wird, den Nabel sofort nach der Geburt zu desinfizieren.

Das Fohlen hat knapp 6 Stunden Zeit die wichtige Biestmilch aufzunehmen, je schneller und je mehr, desto besser! Und innerhalb von 24 Stunden sollte es genügend dieser Biestmilch aufgenommen haben! Danach kann eine Blutanalyse zeigen ob genügend Antikörpter aufgenommen wurden!

Die oben angeführten Anzeichen wie Fieber, Saugunlust usw. werden leider viel zu oft als Fohlenlähme behandelt und kosten dann nicht selten dem Fohlen das Leben. Diese Anzeichen können durchaus auch eine Blutunverträglichkeit sein, weil Stute und Hengst genetisch einfach nicht zusammen passen. Der sogenannte Resusfaktor stimmt nicht. Das kann behandelt werden, aber nicht mit Mitteln gegen Fohlenlähme. In solch einem Fall würde ich mich nie auf meinen TA vor Ort verlassen sondern sofort in eine Klinik fahren, dort kann sofort auch darauf getestet werden!!!

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